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Die Historie

Unsere Kinderarztpraxis in Hennef wurde im Jahr 1962 von Herrn Dr. med. Wilhelm Thiele senior und seiner Ehefrau, Frau Dr. med. Eleonore Thiele gegründet.
Die Praxisräume befanden sich zunächst in der Bachstraße 1 hier in Hennef im Gebäude der ehemaligen Raiffeisenbank. Ein besonderer Reiz für die Kinder im Wartezimmer war damals die Beobachtung der schnaufenden Dampflokomotiven, die an der Rückseite des Praxisgebäudes regelmäßig und mit großem Getöse vorbeifuhren.

Da die Praxis von immer mehr Menschen in Anspruch genommen wurde, erfolgte im Jahre 1968 die Verlegung der Praxisräume an den jetzigen Standort, Deichstraße 16 in Hennef.
Besonderer Schwerpunkt der kinderärztlichen Tätigkeit von Herrn Dr. med. Wilhelm Thiele senior war die Behandlung von Säuglingen während des gesamten ersten Lebensjahres.

Vielen Eltern gab er hinsichtlich der Erziehung ihrer Kinder den von ihm geprägten Begriff der „gütigen Autorität“ mit auf den Weg. Er meinte damit die innere Spannung zwischen einem klaren und konsequenten Erziehungsstil auf der einen Seite und einer permanent vorhandenen liebevollen Güte auf der anderen Seite. Herr Dr. med. Wilhelm Thiele senior beendete sein kinderärztliches Lebenswerk am 30. Juni 1994 im Alter von 77 Jahren. Am 01. Juli 1994 erfolgte der Wechsel in die 2. Generation mit der Übergabe der Verantwortung an seinen Sohn, Herrn Dr. med. Wilhelm Thiele junior. 

Leider verstarb Dr. med. Wilhelm Thiele senior viel zu früh bereits am 20. August 1994 an einem Sekundenherztod.

Besonderer Schwerpunkt der kinderärztlichen Tätigkeit von Frau Dr. med. Eleonore Thiele war die Betreuung von Schulkindern und Jugendlichen, auf deren gefühlsmäßige Befindlichkeit sie sich in besonderer Weise einzustellen wusste. Krisenhafte Lebenssituationen hat sie mit einer großen Zahl von Kindern und Eltern mit intensiver Begleitung durchgestanden. Bei ihr war stets spürbar, dass das Schicksal ihrer Patienten ihr ein echtes und tiefes Anliegen war. Bewundernswert waren ihre immerwährende geistige Präsenz und ihre scheinbar grenzenlose Belastbarkeit.
Nach unglaublichen 51 Jahren ununterbrochener kinderärztlicher Tätigkeit musste sie am 13. Januar 2003 aufgrund eines während der Sprechstunde erlittenen Herzinfarktes ihre geliebte Arbeit in der Praxis beenden. Seitdem begleitet sie das Praxisgeschehen mit großem Interesse aus dem Ruhestand weiter.

Die Geschichte der Praxis wurde entscheidend geprägt durch den Eintritt von Frau Dr. med. Ulrike Meierhenrich-Thiele am 01. Juli 1996. Gemeinsam führen nun Frau Dr. med. Meierhenrich-Thiele und Herr Dr. med. Thiele die lange Tradition der kinderärztlichen Gemeinschaftspraxis mit ihren angestellten Kolleginnen weiter.

Insbesondere die Einführung der homöopathischen Medizin vor etwa zehn Jahren hat das Leistungsspektrum der Praxis nachhaltig erweitert und die Betreuung der kleinen Patienten durch das ganzheitliche Denken in eine neue Richtung gelenkt. Frau Dr. med. Ulrike Meierhenrich-Thiele und Herr Dr. med. Wilhelm Thiele haben die Homöopathie über drei Jahre in München bei Professor Dr. Matthias Dorcsi und Frau Dr. Mira Ulrich-Dorcsi nach der sogenannten Wiener Schule gelernt und schließlich 1997 die Zusatzbezeichnung der Homöopathie erworben.

Im Jahre 1999 wurde unsere Gemeinschaftspraxis für Kinder- und Jugendmedizin in Hennef durch einen neuzeitlichen Anbau vergrößert, um der zunehmenden Inanspruchnahme gerecht zu werden.

Seit dem 01. Juli 2003 freuen sich alle Patienten und Mitarbeiter über die komplette Umstellung des Praxisablaufes auf ein EDV-System. Dieses garantiert eine papierlose Karteikarte und ein elektronisches Archivierungssystem mit sofortiger Verfügbarkeit aller Patientenbefunde.

Die Gemeinschaftspraxis wurde im Sommer 2007 innenarchitektonisch nochmals verbessert und die Qualität der Patientenversorgung erhöhte sich erneut durch Installation eines leistungsstarken Servers in der Datenverarbeitungsanlage.

„ An dieser Stelle sei es mir, Dr. med. Wilhelm Thiele, erlaubt, meinen Eltern von ganzem Herzen für all das zu danken, was sie für mich getan und auf den Weg gebracht haben. Mein Vater wollte mich ursprünglich intensiv in die organisatorischen Abläufe einer großen kinderärztlichen Gemeinschaftspraxis einführen, was aufgrund seines plötzlichen Todes nicht mehr möglich war. Für mich begann damit eine schwierige Zeit, in der ich erstmals lernen musste, alleine mit ärztlicher und unternehmerischer Verantwortung zurechtzukommen.
Meiner Mutter habe ich neun Jahre intensiver kinderärztlicher und menschlicher Reifung zu verdanken. Unsere gemeinsame Zeit war geprägt durch uneingeschränktes Vertrauen, große Solidarität und hohen Arbeitseinsatz. Daraus erwuchs der innere Auftrag, dieses Lebenswerk trotz aller Hemmnisse der Gegenwart intensiv fortzuführen.
Ein Glücksmoment ist es immer wieder, wenn Eltern kleiner neuer Patienten sagen, dass sie bereits als Kinder mit dieser Praxis groß geworden sind.“


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